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Wildwasserfreizeit im Berner Oberland

Anfang Oktober ist genauso gut wie der Rest des Jahres zum Wildwasserfahren geeignet: Regen, Schmelze, Hitze – alles was die Pegel der Flüsse zum Steigen bringt lässt die Herzen der Wildwasserpaddler aus Kaiserslautern höherschlagen. Und so ging es über das verlängerte 3. Oktober Wochenende in die Schweiz, genauer gesagt ins Berner Oberland. Die Wildwasserwartin Sarah Reeb und Kanuslalom-Abteilungsleiter Pit Wüstenberg der Paddlergilde Kaiserslautern starteten gemeinsam mit den Wildwasser-Beginnern am Freitagabend nach dem gemeinsamen Boote laden auf die Autobahn.

Vier Wildwasserkanuten, zwei Caddys die zur Übernachtung eingebaute Betten haben, Boote und Paddel sowie eine Menge Vorfreude waren die ideale Voraussetzung für Abenteuer im kühlen Nass. Natürlich geht das nur mit der richtigen Paddelbekleidung aber hier helfen sich die Mitglieder der Paddlergilde gerne gegenseitig und so war jeder bestens ausgerüstet, um am Samstag auf der kleinen Emme einzubooten. Gut eingeschenkt ging es durch die Konglomerat-Schlucht, ein tolles Erlebnis für die erfahrenen Paddler und Wildwasseranfänger. Also gleich zum nächsten Bach, der Lütschine. Das Lauterbrunnen-Tal lockt Besucher aus der ganzen Welt mit dem malerischen Ausblick auf die Gletscherregion Eiger-Mönch-Jungfrau. Mehr Regen als Ausblick hatten die Kanuten aus Kaiserslautern, doch das tat der Stimmung keinen Abbruch.

Nach einer trockenen Nacht in einem Flugzeughangar ging es am nächsten Tag zum Paddeln auf die Simme. Gerade bei viel Wasser bilden sich hier gerne wuchtige Wellenpassagen, die ideal für alle Könnensstufen geeignet sind. Und so wurden gleich mehrere Runden auf dem Abschnitt gedreht, bevor sich alle beim Abendessen mit selbst gesammelten Pilzen über den auflockernden Himmel freuten.

Der letzte Tag brachte Sonne und moderate Pegelstände auf der Engstlige, sodass sogar der Einstieg im Pochtenkessel, einer beeindruckenden Cholerenschlucht mit hohen Nagelfluhwänden möglich war. Nach gelungener Befahrung, Kaffee und Kuchen traten alle die Heimreise an.

Wer auch mal dabei sein möchte, gerne draußen unterwegs ist, unkomplizierte Urlaube in der Gruppe mag und sportliche Betätigung ohne Leistungsdruck sucht, der ist herzlich zum Kanuslalom-Training eingeladen. Hier werden die Grundlagen für die Wildwasser-Abenteuer gelegt, egal für welches Alter.

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Vereinsfahrt nach Hüningen

Unsere Reise beginnt früh Morgens bei Bodennebel und Sonnenschein. Ziel ist Hüningen, ein beschaulicher Ort im Dreiländereck Schweiz, Frankreich, Deutschland auf französischer Seite. Das Besondere an dem Ort ist seine künstlich angelegte Wildwasserstrecke, auf der sowohl Spielboot- als auch Slalomfahrer glücklich werden können.

Wir, das sind 10 Vereinsmitglieder, ausgerüstet mit Spiel-, Wildwasser und Slalombooten, mit Zelten, Grillwürstchen und guter Laune.

Tag 1

In Hüningen angekommen ergattern wir die letzten freien Parkplätze direkt am Kanal. Es ist ein hoher Wasserstand und der ansonsten grünlich schimmernde Kanal hat eine braun, trübe Färbung angenommen. Davon unbeeindruckt stürzen wir uns in die Fluten.

Gleich am Anfang erwarten uns eine Welle und eine Walze, in denen die Spielbootfahrer ihre Surf- und Rodeoskills üben. Aber auch die Creeker (dicke Wildwasserboote) reiten die Welle ab, bevor wir im ruhigeren Bereich das Kanten, Kehrwasserfahren und Traversieren üben. Wir bilden mehrere Gruppen und verbringen die ersten 3 Stunden auf dem Wasser.

Es ist heiß. Das Thermometer zeigt 25 Grad an, aber gefühlt ist es 10 Grad wärmer. Wir machen eine Pause, genießen die Sonne und springen dann ins kühle Wasser. Mit Füssen voran, Bauch nach oben, treiben wir den Kanal hinunter. Es ist der richtige Zeitpunkt um das sichere Schwimmen im Wildwasser zu üben.

Die nächsten Stunden vergehen wie im Flug und wir kaufen noch schnell frische, französische Köstlichkeiten ein, bevor wir auf den nur 5 Fahrminuten entfernten Campingplatz fahren.

Am Abend und in der Nacht ist Regen angesagt worden und wir werden von der Menge des Wassers überrascht, das auf uns runter prasselt. Glücklicherweise haben wir einen großen überdachten Unterstand mit Sitzbänken und Tischen. Wir holen das Grillfass zu uns und genießen den Abend mit leckerem Grillgut und Gesprächen.

Tag 2

Morgens um 8 Uhr frühstücken wir. Jemand hat frisches Baguette besorgt und wir machen ein französisches Frühstück mit Kaffee und Croissants. Unsere Zelte sind trocken und wir starten wieder an den Kanal. Es ist noch nicht viel los. Der Himmel ist wolkenverhangen und es regnet gelegentlich. Die nächsten 3 Stunden verbringen wir auf dem Wasser und fahren im Zickzack den Kanal rauf und runter.

Das zehrt an den Kräften und wir stürzen uns ausgehungert auf die Grillreste und das Baguette des Frühstücks. Ein Teil von uns verlängert die Mittagspause und beobachtet die Paddler die sich wieder auf dem Kanal austoben. Wir versuchen zu kerzeln und schrauben die Bootsspitzen in den Himmel.

Um 16:00 Uhr ist Abfahrt nach Kaiserslautern. Wir haben freie Fahrt und beschließen: Das wollen wir wiederholen.