Paddlergilde Kaiserslautern 1926 e.V.
100 Jahre Leidenschaft
Wir feiern am Samstag 20.06.2026


Programm zur Jubiläumsfeier
Am 20. Juni 2026 laden wir herzlich zur großen Jubiläumsfeier auf unserem Vereinsgelände am Gelterswoog ein. Seit der Gründung am 03.07.1926 sind wir gemeinsam auf dem Wasser unterwegs – und das wollen wir feiern!
Kommt vorbei, feiert mit uns und erlebt 100 Jahre Paddlergilde hautnah!

Bis zum Jubiläum noch:
Ein Jahrhundert Paddlergilde
Unsere Geschichte von 1926 bis heute
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Am Abend des 3. Juli versammelt sich eine Gruppe von Faltbootbesitzern im Nebenzimmer des Café Karlsberg in Kaiserslautern und gründet einen Faltbootclub. Zum Vorsitzenden wird Alfred Simmeth gewählt, er auch zu dieser Versammlung eingeladen hatte. Walfriede Jung, Ehefrau des Gründungsmitglieds Julius Jung gibt dem neuen Verein den Namen “Paddler-Gilde Kaiserslautern”, unter diesem Namen wird er in das Vereinsregister beim Amtsgericht Kaiserslautern eingetragen. Als Farben für den Vereinswimpel wählt man gelb-schwarz, die alten Kaiserfarben. Im “Kanu-Sport” Heft 29, 7. Jahrgang 1926, stellt sich der neue Verein als Mitglied des Deutschen Kanuverbandes vor.

Am 25. Mai lädt der Deutsche Kanu-Verband zur “II. Kaiserslauterer Kanu-Regatta”, durchgeführt von der Paddler-Gilde Kaiserslautern e.V. an den Blechhammerweiher. Die Vorrenner sind auf vormittags 9.00 Uhr, die Hauptrennen auf nachmittags 3.00 Uhr angesetzt.
Bisher hatte man zum Üben hauptsächlich den etwa 4 km von Kaiserslautern entfernt gelegenen Blechhammerweiher genutzt. Zwischenzeitlich war am Gelterswoog, 9 km von der Stadt entfernt, ein Freizeitzentrum mit Strandbad entstanden. Man entscheidet sich, dem Verein hier eine neue Heimat zu geben und pachtet ein Grundstück. Die Paddlergilde zählt mittlerweile 39 Mitglieder
und diese beschließen den Bau eines Vereinsheims, das Gelegenheit zur Unterbringung der Boote, 2 Umkleideräume, einen Aufenthaltsraum sowie sanitäre Anlagen bieten soll.
Der Rohbau ist im Wesentlichen vollendet. Bis zum Ausbruch des 2. Weltkriegs wird eifrig weiter am Vereinsheim gebaut.
Während der Kriegsjahre kommt der Vereinsbetrieb fast völlig zum Erliegen. Einige Vereinsmitglieder kehren nicht aus dem Krieg zurück. Die, die zurückkehren, müssen feststellen, dass die Boote zerstört sind, das Bootshaus weist erhebliche Schäden auf. 1945 bemüht sich Julius Jung in einem Schreiben an den Sportbeauftragten des Stadt- und Landkreises Kaiserslautern um Wiederzulassung des Vereins, seine Bitte wird jedoch abgelehnt.
Auf Initiative von Walter Blauth findet eine Versammlung im Weinlokal Weis in der Kaiserslauterer Steinstraße statt, die die Wiedergründung der Paddlergilde Kaiserslautern zum Ziel hat. Die Einladungen erfolgen teils schriftlich, teils auch mündlich sowie durch den Rundfunk. Unter den 25 erschienenen Faltbottfahrern überwiegen die Vereinsmitglieder, aber auch einige neue Interessenten sind dabei, Eine bereits vorbereitete Satzung wird diskutiert und einstimmig angenommen. Ebenso einstimmig wird Walter Blauth zum 1. Vorsitzenden gewählt.
Auf der ersten Mitgliederversammlung des wieder gegründeten Vereins einigt man sich darauf, den Vereinswimpel in der früheren Form und Farbe beizubehalten. Die Mitglieder werden informiert, dass der Verein über ein vermögen von 31,88 DM plus 2,74 DM auf dem Anlagenkonto verfügt. Die Beiträge werden festgelegt: Mitglieder über 18 Jahre zahlen monatlich 2,- DM Beitrag, die unter 18 Jahre 1,- DM monatlich. Es sind dies die gleichen Beitragssätze wie vor dem Krieg.
Die Bootshalle wird erst jetzt durch die Militärregierung wieder freigegeben. Die angerichteten Schäden sind groß. Im Bootshaus hatte die deutsche Wehrmacht eine Feldküche mit direktem Abzug durch das Dach installiert. Bei Kriegsende hatten die Amerikaner das Gelände übernommen. Einige der Soldaten wollten die Boote ausprobieren und paddelten auf den See hinaus. Dabei ertrank einer ihrer Kameraden. Dies wurde zum Anlass genommen, die noch vorhandenen Boote auf dem Bootssteg kreuz und quer zu stapeln und mit Handgranaten zu sprengen. Bei dieser Aktion erlitt auch das Bootshaus erhebliche Schäden, Stütz- und Deckenbalken gingen zu Bruch. Ein Kriegsversehrter hatte sich im Bootshaus niedergelassen und eine bescheidene Wohnung eingerichtet, ein Teil des Bootshauses wurde von ihm als Hühner- und Ziegenstall genutzt. Man arrangiert sich und kommt überein, dass er erstmal bleiben und auf dem Gelände nach dem Rechten sehen soll. In der nun folgenden Zeit wird außerordentlich viel an Bootshaus und Gelände gearbeitet. Neben den anderen Mitgliedern ist hier der Name Albert Schäfer zu nennen, der sich außergewöhnlich für den Wiederaufbau einsetzt.
Die gröbsten Schäden sind behoben, für 20 Boote sind wieder Liegeplätze geschaffen. Bei strömendem Regen treffen sich 25 Mitglieder zu einer kleinen Feierstunde anläßlich der Wiedereröffnung des Vereinsheims.
Eine neue Bootshaus-Ordnung wird beschlossen und der im Bootshaus wohnende Kriegsversehrte, Herr Steiner, der Einfachheit halber zum Bootshauswart bestellt. Frau Lina Edinger wird die Ehrenmitgliedschaft zuerkannt.
Es wird wieder gefeiert am Gelterswoog, der Verkehrsverein Kaiserslautern lädt zu einem großen Strandfest. Die Paddlergilde beteiligt sich mit 15 Booten und organisiert ein Fischerstechen.
Die Paddlergilde erneuert ihre Mitgliedschaft im Deutschen Kanuverband. Auch tritt sie dem im Vorjahr gegründeten “Kanuverband Pfalz”, heute Pfälzischer Kanuverband e.V. als Mitglied bei.
Der Vekehrsverein Kaiserslautern überläßt der Paddlergilde das Gelände am Gelterswoog, circa 2000 m2 , pachtweise.
Die erste größere Wasserwanderung nach dem Krieg findet statt. Die gemeinsame Bootswanderung führt auf dem Rhein von Oppenheim nach Bingen, ermöglicht wird sie dadurch, dass eine Lauterer Firma einen LKW für den Transport von Booten, Zelten und Teilnehmern der Wasserwanderung zur Verfügung stellt.
Unter dem Motto “Eine Nacht in der Hafenkneipe” wird in dem wieder hergerichteten Gemeinschaftsraum Fasching gefeiert. Mehr als 50 Personen nehmen teil.
Mitglieder der Paddlergilde engagieren sich auch auf Verbandsebene. So werden Willi Lacoste als Beisitzer und Walter Blauth als Kassenprüfer in den Vorstand des Kanuverbandes Pfalz gewählt.
Walter Blauth wird zum 1. Vorsitzenden des Kanuverbandes Pfalz gewählt. Willi Lacoste gehört dem Vorstand weiterhin als Beisitzer an.
Die Paddlergilde begeht ihr 25-jähriges Vereinsjubiläum mit einer Lampionfahrt am Abend des 7. und einem improvisierten rennen mit verschiedenen Bootstypen auf dem Gelterswoog am 8. Juli. Die Veranstaltungen gehören zum Rahmenprogramm der Feiern anlässlich der 675-Jahrfeier der Stadt Kaiserslautern. Es ist dies di erste offizielle Rennsport-Veranstaltung in der Pfalz überhaupt seit Kriegsende. Aus Mangel an speziellen Rennbooten werden 4 der 14 Rennen über die 500mDistanz ausschließlich für Faltboote ausgeschrieben. Außerdem werden Boote “im Rahmen des Möglichen” gestellt und die teilnehmenden Vereine werden gebeten “ihr gesamtes Bootsmaterial” mitzubringen.
Mit dem Bau von Bootshaus II wird begonnen. Erstmals ist die Rede von der Anschaffung eines Rennboots. Zur Finanzierung sollen Bausteine verkauft werden.
Die pfälzische Kanujugend ist zu Gast bei der Paddlergilde. Mehr als 100 Jugendliche kommen mit ihren Zelten und Booten an den Gelterswoog. Das Programm umfasst eine Vielzahl von geselligen und sportlichen Veranstaltungen; für das leibliche Wohl sorgt in der aufgestellten Feldküche ein Koch mit seinen Helfern.
Zum Jahreswechsel 1952/1953 zählt der Verein bereits 75 Mitglieder.
Ab sofort werden Ehefrauen als vollwertige Mitglieder aufgenommen, Sie Mitgliederzahl steigt auf 149.
Das Ufer wird befestigt, neben dem Bootssteg werden die Sandsteinstufen angelegt, das Eingangstor wird neu gestaltet, eine Schaukel für die Kleinen aufgestellt und ein Zweier-Kanadier angeschafft. Die Ski- und Gymnastik-Abteilung wird ins Leben gerufen. Eine erste “Pfalz-Regatta” wird veranstaltet; am Start sind sowohl Renn- als auch Faltboote.
Gemeinsam mit dem Nachbarverein wird eine Regatta organisiert und durchgeführt an der sich 5 Vereine beteiligen. Von neun Siegern stellt die Paddlergilde allein vier.
Die Mitgliederversammlung beschließt, den alten 12 m Holzsteg durch einen neuen aus Beton gefertigten Steg von 25 m Länge zu ersetzen. Erweitert wird auch die Bootshalle I, in der die vereinseigenen Sportboote untergebracht werden.
Mit der Bestellung von Erich Jank als Trainer beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte des Vereins. Unter seiner Leitung entsteht ein geordneter Trainings- und Rennbetrieb über das ganz Jahr; der Kanu-Rennsport entwickelt sich zur Paradedisziplin. Für lange Jahre ist die Paddlergilde Kaiserslautern der erfolgreichste Verein der Pfalz. Im Kanuverband Pfalz übt Erich Jank die Funktion des Renn-Sportwarts aus und treibt auch hier die Entwicklung des Rennsports voran.
Die erste “Herbstregatta” auf dem Gelterswoog findet statt. Veranstalter ist der Kanuverband Pfalz, Ausrichter sind die Paddlergilde und der 1. Ski- und Kanu-Club gemeinsam. Zehn Kanuvereine sind am Start, die Paddlergilde stellt die Sieger in elf Rennen.
Am 1. Januar dieses Jahres zählt die Paddlergilde 212 Mitglieder und ist damit der zahlenmäßig stärkste Verein des Kanuverbands Pfalz geworden. Aber der Verein ist nicht nur zahlenmäßig stark. Insbesondere durch seine Rennfahrer, die die in sie gesetzten Erwartungen weit übertreffen, schreibt er Sportgeschichte im südwestdeutschen Raum. Bei den Wanderfahrern
erhalten die Eheleute Klara und Helmt Lux das goldene Wanderfahrer-Abzeichen
Der Kanuverband Pfalz ehrt die Paddlergilde mit einem Silberpokal als erfolgreichster Verein.
Der Deutsche Kanuverband verleiht Julius Jung, dem langjährigen Vorsitzenden der Paddlergilde, den Ehrenbrief. Für seine Verdienste um den Verein erhält er zusammen mit Walter Blauth gleichzeitig die Goldene Ehrennadel des Vereins. Mit der Ehrennadel in Silber werden Albert Schäfer und Heiner Mick für ihren besonderen Einsatz bei der Instandsetzung der Bootshalle und des Geländes geehrt.
Ein VW-Bus wird angeschafft, um den Transport von Sportlern und Booten zu Regatten zu erleichtern. Zwei weitere Rennboote, “Reiher” und “Bachstelze”, werden erworben. Für einen Länderkampf in Paris werden Ingeborg Lacoste, Helge Dussel, Walter Wetzel und Karl-Freider Hatzenbühler in die Nationalmannschaft berufen.
Der bisherige Pachtvertrag für das Vereinsgelände wird abgelöst durch das Erbbaurecht. Ab sofort ist ein jährlicher Pauschbetrag in Höhe von 5,- DM an die Stadt zu entrichten für das Befahren des Gelterswoogs mit Booten. Die Einfahrt auf das Gelände wird gepflastert.
Der 1. Vorsitzende Werner Bodelt stellt bei der Jahres-Abschlussfeier fest, dass die Rennmannschaft mit ihren Erfolgen an der Spitze der pfälzischen Vereine liegt. Gleichzeitig wird der Kauf eines weiteren Einer- und eines Zweier-Rennboots bekanntgegeben.
Mit dem Pächter des Strandbads wird eine Vereinbarung getroffen, nach der erstmals die Zelte und Fahrzeuge der Regattateilnehmer auf dem Gelände des Strandbads untergebracht werden können.
In der Kaiserslauterer Riesenstraße wird am Haus unseres Mitglieds Kurt Kohl ein Schaukasten angebracht, in dem auch heute noch über den Kanusport allgemein und speziell über Veranstaltungen des Vereins informiert wird.
Rainer Kafitz erringt den Titel “Deutscher Jugendbester” des Jahres 1966. Anläßlich des 40-jährigen Vereinsjubiläums organisiert die Paddlergilde die Herbstregatta erstmals in eigener Regie. Erich Jank legt nach 10 Jahren Trainertätigkeit für die Paddlergilde aus Alters- und Gesundheitsgründen sein Amt nieder.
Julius Jung, Gründungsmitglied und langjähriger Vorsitzender der Paddlergilde, wird mit der Ehrennadel des Sportbundes Paflz ausgezeichnet, Die Paddlergilde ernennt ihn zum Ehrenmitglied. Dr. Karl Muthesius und Hans Jäger überqueren in einem Aerius-Faltboot den Kanal von Calais nach Dover. Helmut Lux, seit 40 Jahren Vereinsmitglied und Träger des goldenene Wanderfahrerabzeichens, erhält den Ehrenbrief des Deutschen Kanu-Verbands.
Die Slalom-Abteilung wird gegründet, ihr erster Trainer ist Dieter Conrad. Für ihre Verdienste werden Erich Jank mit der Goldenen, Dieter Conrad, Gerhard Hammer, Hans Seeberger und Herbert Schuster mit der Silbernen Ehrennadel des Vereins geehrt.
Für die Slalomfahrer wird eine Übungsstrecke an der Ufermauer des Seehotels angelegt. Else und Fritz Linn steuern mit ihrem Faltboot das Nordkap an.
Die Zahl der Paddlergilde-Mitglieder ist auf 420 angewachsen.
Mit dem Neubau des Bootshauses wird im April begonnen, bereits im Herbst des gleichen Jahres ist Richtfest. Die Planung liegt in den Händen von Hans Seeberger, Dieter Conrad hat die Bauaufsicht. Sehr viel wird von den Mitgliedern als Eigenleistung erbracht; so verlegt beispielsweise allein Dieter Conrad mehr als 600 m2 Fliesen.
Dieter Conrad, über lange Jahre und in verschiedenen Ämtern im Vorstand der Paddlergilde Kaiserslautern tätig, wird zum 1. Vorsitzenden des Pfälzischen Kanu-Verbands gewählt. Bereits seit 1966 bekleidet er im PKV verschiedene Beirats- und Vorstandsämter.
Das neue Bootshaus wird feierlich eingeweiht mit viel Prominenz aus Sport, Kommune und Politik.
Die erste Nummer der Vereinszeitung erscheint, für den Inhalt verantwortlich ist Pressewartin Heide Marschall. Um einen Namen für das neue Mitteilungsblatt zu finden, wird ein Ideenwettbewerb ausgeschrieben. Aus diesem Wettbewerb geht der Name “Kehrwasser” als Sieger hervor. Das “Kehrwasser” informiert die Mitglieder der Paddlergilde auch heute noch
viermal jährlich.
Die Paddlergilde Kaiserslautern ist mitgliedsstärkster Verein des Pfälzischen Kanuverbands; auch im Kanu-Rennsport und -Slalom steht die PGK an erster Stelle in der Pfalz.
Die Paddlergilde Kaiserslautern ist mitgliedsstärkster Verein des Pfälzischen Kanuverbands; auch im Kanu-Rennsport und -Slalom steht die PGK an erster Stelle in der Pfalz.
Anneberthe Aytaceger wird im K1 über 6000 m souverän Deutsche Meisterin in der Jugendklasse. Mit einem denkbar knappen Rückstand von zwei Zehntelsekunden wird Jürgen Seibert in der Schülerklasse Vizemeister im K1 über 2000 m. Darüber hinaus gewinnt er die Bronzemedaille auf der Kurzstrecke über 500 m. Auf der Lauter bei Katzweiler wird erstmals eine
Slalom-Regatta durchgeführt. Das Kanuballett präsentiert sich zum ersten Mal auf der “boot” in Essen.
Anneberthe Aytaceger erringt mit ihrer Parternin Jessica Niesen die Deutsche Meisterschaft im K2 über 6000 m.
Für die Jüngsten im Verein wird ein neuer Spielplatz gebaut.
Auf Initiative des 1. Vorsitzenden der Paddlergilde, Dr. Jürgen Rötter, findet der erste “Erlebnistag Gelterswoog” statt. Außer den am Gelterswoog ansässigen Vereinen beteiligen sich auch das Seehotel, der Campingpark sowie die Stadt Kaiserslautern an der Veranstaltung. Der “Erlebnistag Gelterswoog” findet bei der Bevölkerung so großen Zuspruch, dass er im folgenden Jahr als
zweitägige Veranstaltung angeboten wird. Die Gruppe der “Wasserspatzen” wird gegründet. Das sind Kinder im Grundschulalter, die sich jeweils Mittwochs zu den verschiedensten Aktivitäten treffen. Im Vordergrund steht der Spaß, den die Kinder in der Gemeinschaft zusammen haben, aber auch das spielerische Heranführen an den Kanusport. In das gleiche Jahr fällt die Gründung der “Wasserflöhe”, das sind die Kinder zwischen 1 Jahr und 6 Jahren, mit denen gespielt und geturnt wird. Jörn von zur Mühlen wird bei der Jahresabschlussfeier geehrt mit einer Ehrentafel “Für 20 Jahre Trainingsarbeit” für die Paddlergilde. Die Kreisverwaltung Südwestpfalz erlässt eine “Rechtsverordnung zur Einschränkung des Gemeingebrauchs (Verbot des Bootsverkehrs) auf der Wieslauter von Hinterweidenthal bis Bobenthal”. Zusammen mit den anderen Betroffenen kämpfen auch Mitglieder der Paddlergilde gegen diese Gewässersperrung, zu nennen sind hier in erster Linie Irmgard und Karlheinz Walter.
Nach etwa einem Jahr vorbereitender Arbeit liegt die Neufassung der Satzung vor und wird am 26. Januar an der Mitgliederversammlung zur Verabschiedung vorgelegt. Die Satzung wird 10 von 14 einstimmig angenommen. Jörn von zur Mühlen wird zum Präsidenten des Pfälzischen Kanu Verbands gewählt, er ist außerdem für den Verband weiterhin als Rennsportwart tätig.
Auf Beschluss der Mitgliederversammlung wird mit dem Umbau der Küche begonnen.
Es wird viel gefeiert in diesem Jahr. Am 27.01. Lädt die Paddlergilde zur Faschingsfeier mit dem Motto “Eine Nacht in der Hafenkneipe” ein. Die 75-Jahr-Feier der Paddlergilde findet mit Ehrungen, Festreden, Essen und Trinken am 27.10. im Bootshaus statt. 120 Gäste aus Sport und Politik erleben ein tolles Fest. Überragende Sportler in diesem Jahr sind Rita von zur Mühlen
und Christoph Baum, die in diesem Jahr bei den Deutschen Meisterschaften im Kanurennsport zahlreiche Titel in verschiedenen Bootsklassen und Streckenlängen sammeln. Das OVG Koblenz hebt die Sperrung der Wieslauter auf.
Zur 75-Jahr-Feier war die neue Küche schon betriebsbereit, für alle Helfer und deren Partner gibt es zusätzlich noch eine offizielle Feier zur Kücheneinweihung mit Abendessen gekocht von Walter, dem neuen Bootshauswart. Mittlerweile ist der Verein auch im Internet vertreten und die Homepage der Paddlergilde informiert mit Bildern und Berichten.
Das Barbarossa-Rennen ist der Höhepunkt bei der 50. Herbstregatta auf dem Gelterswoog. Am Start sind acht Teams mit je vier Booten, die auf einem 1500m langen Dreieckskurs gegeneinander antreten. Kaiserslautern gilt mit seinen beiden Kanurennsportvereinen als Sprungbrett für nationale Talente und Erfolge.
Die letzte Rate für den Bootshaus-Bau wurde bezahlt und die Paddlergilde ist damit schuldenfrei. Auf der Jahreshauptversammlung zeigt Petra Ackermann einen Film der Bootshauseinweihung (10.05.1980) , der von Lothar Schwehm gedreht und von Dieter Conrad bearbeitet wurde. Erstmals wird außerdem über eine Sanierung von Treppe und Steg diskutiert. In den Folgejahren
wird allerdings das Wasser im See nicht mehr abgelassen und die Stegsanierung wird zurück gestellt. Auch über die Anschaffung eines neuen Vereinsbusses wird beraten und in den kommenden Jahren werden Rücklagen zur Anschaffung gebildet.
Für besondere Verdienste um die Paddlergilde und viele Jahre Vorstandsarbeit werden Marion Petry, Elke Herrmann und Karin Tomm mit der silbernen Ehrennadel des Vereins ausgezeichnet, Dieter Colpe erhält die goldene Ehrennadel. Der 1. Ski- und Kanuclub Kaiserslautern und die Paddlergilde Kaiserslautern gründen am 16.04.2007 das Kanuteam Kaiserslautern. Kurz darauf geht bei der Kanurennsport-Regatta in Ginsheim-Gustavsburg erstmals seit Bestehen der beiden Kanuvereine ein Team aus beiden Vereinen gemeinsam als Kanuteam Kaiserslautern an den Start. Julia Seelinger (PG Kaiserslautern) wird mit ihrer Partnerin Gina Plant-Cabritta (VFK Saar) Deutsche Vize-Meisterin im K2 über 6000m.
Eine neue Tischtennisplatte wird angeschafft und die Firma Bilfinger & Gerber spendet Spielgeräte für den Spielplatz. Es finden regelmäßige Clubabende und man freut sich über das rege Vereinsleben.
Mit der Ausgabe 111 im April 2009 endet das gedruckte Mitteilungsblatt “Kehrwasser” nach 26 Jahren. Marion Petry war über viele Jahre erfolgreiche Herausgeberin der beliebten Vereinszeitschrift.
Ein neuer Vereinsbus, VW, dunkelgrün mit 130 PS wird angeschafft und für dessen geschützten Unterstand wird der Bau eines Carports geplant. Unter dem Carport soll auch der AufsitzRasenmäher seinen Platz finden.
Es findet ausnahmsweise kein Erlebnistag statt.
Die Heizungsanlage wird erneuert: neuer Heizkessel und Brenner.
Das Dach des Carports ist nicht richtig dicht. Die vorhandene Deckung passt nicht zur Neigung des Daches.
Zeitgleich zum Erlebnistag Gelterswoog findet erstmal der Großcanadier-Cup unter der Leitung von Lukas Stemler statt. Firmen können dabei mit ihrer Belegschaft teilnehmen, die Paddlergilde stellt den Steuermann und die Großcanadier werden vom WSC Mannheim-Sandhofen ausgeliehen. Aus der Zusammenarbeit mit dem UNI-Sport, der bei der Einladung, Organisation
und Werbung sehr unterstützt ergibt sich ein weiteres Projekt: Die Paddlergilde und der UNISport Kaiserslautern starten ihre erste Kooperation: einen SUP (Stand-Up Paddling) Kurs.
Das Naturschutzgebiet Biotop Gelterswoog (gleichzeitig Fauna-Flora-Habitat) wird erweitert und durch eine neue Bojenkette abgesperrt. Damit gibt es keine 500m lange Strecke mehr, die dem Kanurennsport das Training dieser Distanz ermöglicht. Der Erlebnistag Gelterswoog findet letztmalig in dieser Form statt; er steht im Schatten des Großcanadiercups, es kommen fast nur
Vereinsmitglieder und die Werbung um sportliche Talente klappt besser in anderer Form. Der Kinderspielplatz wird fertig gestellt.
Helmut Marschall wird zum Ehrenmitglied der Paddlergilde ernannt. Im Bootshaus werden die Sanitäranlagen saniert, finanziell durch die Stadt Kaiserslautern und den Sportbund Pfalz unterstützt. Der bis zuletzt erfolgreiche Großcanadier-Cup findet ein letztes Mal statt. Leider bricht der seit Jahren baufällige Zielturm zusammen und muss entfernt werden.
Die Herbstregatta muss wegen zu geringem Wasserstand abgesagt werden und der sinkende Wasserstand bereitet dem Gelterswoog, den Fischen und den Kanuten die nächsten Jahre viele 13 von 14 Sorgen. Der Klimawandel macht sich bemerkbar und man munkelt über Trinkwasserentnahmen im Oberlauf, die den Wasserwerken Geld bringen, dem See allerdings historische Niedrigstpegel.
Im zweiten Corona-Jahr findet die Jahreshauptversammlung im Freien im Juli statt. Viele Aktivitäten konnten 2020 und 2021 durch die Pandemie nur begrenzt stattfinden und der Verein kämpft wie viele andere Vereine und Sportstätten um die Rückkehr zur Normalität. Frischen Wind bringt die Gründung einer SUP (Stand-Up Paddling) Abteilung, die sich schnell über regen Zuwachs freut. Es wird eine neue Software für die Vereinsverwaltung installiert, die den Beitragseinzug und die Mitgliederverwaltung erheblich vereinfacht.
Mit einer Vision zur 100-Jahr-Feier starten viele Aktivitäten und Projekte im Verein und auf dem Vereinsgelände. Die neu aufgelegte Homepage der Paddlergilde geht an den Start. Das Hauptgebäude erhält eine umfassende Energiesanierung: echte Glasfenster anstelle der Glasbausteine, das Dach wird gedämmt und in diesem Zusammenhang eine helle, freundliche LED Beleuchtung installiert. Die Grillstelle wird zu einem echten Hingucker und statt des alten Betonrings schmückt eine neue Feuerschale den Platz am Ufer. Zwei Getränkeautomaten versorgen die Vereinsmitglieder: Kaffee oder kühle Erfrischungen gibt es für kleines Geld. Theresa Ungemach wird Cheftrainerin im Kanurennsport und erwirbt in der Folge ihre B-Trainer Lizenz.
Wir erhalten eine äußerst großzügige Spende des verstorbenen Dieter Colpe, der der Paddlergilde 5000.- € vererbt. Ein Campingplatzbewohner übergibt uns seinen Schwimmsteg der dort nicht mehr benötigt wird und der künftig an unserem Ufer als Sonnendeck genutzt wird. Beim Paddlergilde Sommerfest ahnt noch niemand, dass kurz darauf ein beißender Hecht dem Gelterswoog und der Paddlergilde zu landesweiter Berühmtheit verhilft, sogar die BILD-Zeitung berichtet. In einer groß angelegten Angelaktion können 30 Raubfische und nur 2 Friedfische gefangen werden. Erstmals werden vereinseigene SUPs angeschafft. Im Herbst beginnen die Abriss-Arbeiten des in die Jahre gekommenen Kraftraums. Zur geplanten Erweiterung des neuen
Kraftaumes rücken die Betonmischer an und das Fundament unter dem Vordach wird gegossen.
Im Januar starten wir mit einem neuen Vereinsbus. Es ist ein Leasingfahrzeug des Autohauses Rittersbacher das mit dem neuen Logo der Paddlergilde beklebt wird. Sportliche Erfolge kommen 14 von 14 kurz darauf und wir freuen uns über die Titelträger Jonas Jacob Deutscher Meister im Kanumehrkampf und Deutscher Vize-Meister im K2 über 500m sowie Morgan Fox doppelte
Deutsche Meisterin im K2 über 500m und im K4 über 500m. Der komplett neue und erweiterte Kraftraum wird im Sommer eröffnet und steht allen Vereinsmitgliedern zur Verfügung. SUP Ausflüge, Kaffee & Kuchen oder der Weihnachtsbaumverkauf runden das Angebot für alle Paddlergilde Mitglieder ab.
Die Slalomstrecke war schon einmal durch Schneebruch schwer in Mitleidenschaft gezogen worden, in diesem Frühjahr sorgt ein großer Sturm für den endgültigen Zusammenbruch. Der Clubraum glänzt Dank einer hellen neuen Küche mit Backofen, Induktionsherd, Mikrowelle und Spüle, die von allen Vereinsmitgliedern jederzeit genutzt werden kann. Zusätzlich werden ein
Fahrradunterstand für die Trainerfahrräder sowie ein Holzunterstand für das Feuerholz installiert. Das Dach des Carports wird in Eigenleistung abgedichtet und eine Mini-Photovoltaikanlage, die 800W einspeisen kann wird auf dem Dach des Hauptgebäudes angebracht. Endlich findet auch wieder eine Herbstregatta, wenn auch nur im kleinen Rahmen auf dem Gelterswoog statt.
Wir feiern 100 Jahre Paddlergilde am 20.06.2026.

