Medaillenregen und Besuch von Kanu-Legende Birgit Fischer: Paddlergilde Kaiserslautern glänzt auf den Süddeutschen Meisterschaften

Mannheim Sandhofen: Die Rennsport-Abteilung der Paddlergilde Kaiserslautern blickt auf ein phänomenales und medaillenreiches Wochenende zurück. Bei den Süddeutschen Meisterschaften im Kanu-Rennsport demonstrierte das Team seine Klasse im Süden und sicherte sich eine beeindruckende Flut an Podestplätzen sowie zahlreiche Tickets für die Deutschen Meisterschaften (DM).

Starke Leistungen der Jüngsten

In den Einzelwertungen der jüngsten Altersklassen (Schüler C) unterstrichen die Nachwuchstalente eindrucksvoll ihr großes Potenzial auf nationaler Ebene. Besonderer Augenmerk lag hierbei auf dem vielseitigen Kanu-Mehrkampf (KMK), der sich aus einem Geschicklichkeitsparcours und einem Lauf an Land sowie einem 500m Paddelwettbewerb auf dem Wasser zusammensetzt. In dieser Kombinationswertung feierte Emma Geib (AK 9) den Gesamtsieg im Kanu-Mehrkampf (KMK) und krönte ihre Spitzenform mit einer Bronzemedaille im K1 über 500m. Bei den Jungs der AK 9 stand Oskar Sutor dem in nichts nach: Er sicherte sich Gold im K1 über 500m und wurde Vizemeister im KMK. Nora Sutor (AK 11) erkämpfte sich im Kanumehrkampf der Schülerinnen B mit Platz 7 ebenfalls ein Top-Ten Ergebnis, während Mattes Förster (AK 10) die starken Ergebnisse der Jüngsten mit einem tollen 8. Platz im KMK komplettierte.

In den Mannschaftsbooten zeigten sowohl die Mädchen als auch die Jungs großartige Rennen. Emma Geib und Emma Eisel feierten einen überragenden Sieg im K2 über 500m. Dass die Ausdauer stimmt, bewies das Duo Nora Sutor und Emma Eisel, das über die kräftezehrende 2000m-Langstrecke zu Bronze paddelte. Zudem erreichte der weibliche K4 mit Emma Geib, Emma Eisel, Alisa Danko und Nora Sutor über 500m Rang 6, genau wie das Duo Nora Sutor und Alisa Danko im K2.

Bei den Jungs holten Nauzet Chavez-Weimer und Oskar Sutor Silber im K2 (500m). Der K4 mit Oskar Sutor, Nauzet Chavez-Weimer, Mattes Förster und Felix Weimer kam auf Platz 4 ins Ziel. Nauzet Chavez-Weimer schrammte zudem mit Platz 4 im KMK (AK 11) und Platz 5 im K1 (2000m) knapp am Podest vorbei. Die Duos Mattes Förster / Lucas Hornung Salazar (Platz 5) sowie Paul Geib / Felix Weimer (Platz 6) zeigten ebenfalls tolle K2-Rennen über 500m.

Überraschung und Top-Niveau bei den Schülern A / Schülerinnen A

Ein Meilenstein gelang dem Verein nach vielen Jahren mit dem neuen weiblichen Vierer-Mannschaftsboot. Luise Andres, Kennedy Fox, Hanna Tietz und Clara Knoth harmonierten perfekt und fuhren im K4 über 500m zur Silbermedaille. Bei der Siegerehrung wartete ein emotionaler Höhepunkt: Keine Geringere als die achtmalige Olympiasiegerin und Kanu-Legende Birgit Fischer ehrte das Quartett persönlich und hängte den Mädels die Silbermedaillen um. Auf der 2000m-Langstrecke erkämpfte sich das Boot mit Luise Andres, Hanna Tietz, Viktoria Weishaar und Clara Knoth zudem Bronze. Am Samstagabend stattete Kanu-Legende Birgit Fischer dem Camp der Paddlergilde zudem einen persönlichen Besuch ab, gab wertvolle Tipps und stand für Fragen zur Verfügung.

Für die absolute Überraschung sorgte Hannes Förster: Im Vorfeld hatte die gesamte Mannschaft Hannes fest die Daumen gedrückt. Mit phänomenalem Kampfgeist im KMK der AK 13 sicherte er sich den 6. Platz. Diese Qualifikation hat er sich durch seinen unermüdlichen Trainingsfleiß absolut verdient. Unter Riesenjubel löste er das DM-Ticket und rundete das Wochenende mit Platz 7 im K1 (2000m) ab.

Joshua Sutor, der dem Landeskader Baden-Württemberg angehört und in Kaiserslautern und Mannheim trainiert, holte Gold im K4 (500m) und Bronze im KMK (AK 13). Im K2 fuhr er auf Platz 4 (500m) und Platz 5 (2000m), im K1 (500m) auf Platz 8.

Die weiteren Ergebnisse: Kennedy Fox siegte im K1 über 2000m und holte im K2 mit Luise Andres sowie im KMK (AK 13) jeweils Silber. Zudem sicherte sie sich Platz 4 im K1 (500m). Luise Andres überzeugte mit Platz 4 im KMK (AK 14) und Platz 8 im K1 (500m). Hanna Tietz und Clara Knoth wurden Fünfte im K2 (500m). Im KMK holte Clara Knoth (AK 13) den 5. Platz, Hanna Tietz (AK 13) den 6. Platz. Clara Knoth wurde zudem Neunte im K1 (500m).

Souveräne Auftritte in der Jugend und den Junioren

Als verlässliche Medaillengaranten präsentierten sich die älteren Kader-Athleten, die neben der Paddlergilde an den Stützpunkten in Mannheim und Karlsruhe trainieren. Morgan Fox siegte im K4 der Damen Junioren (500m), im K4 der weibl. Jugend (500m) sowie im K2 der weibl. Jugend (200m/500m). Silber im K4 (200m) und K1 (500m) sowie Bronze im K2 (5000m) und K1 (200m) und Platz 4 im K1 (1000m) rundeten ihre Bilanz ab.

Jonas Jacob sicherte sich dreimal Gold im K4 (500m), im K2 (500m) sowie im K1 (1000m). Hinzu kamen zwei Vizemeistertitel im K2 über 1000m und 5000m, Platz 3 im K1-Sprint (200m) sowie Platz 4 im K1 (500m).

Leonard Andres holte Silber im K4 (500m), Bronze im K4 (5000m), Platz 4 im K1 (1000m), Platz 7 im K2 (500m) sowie Platz 9 im K1 (500m). 

Lena Eisel komplettierte die Klasse mit zwei 5. Plätzen (K2/200m und K1/5000m) sowie Platz 7 im K2 (500m).

Dass Erfolg nicht nur in Medaillen gemessen wird, bewies Maxim Danko (AK 15). In diesem Alter neu einzusteigen gilt als extrem schwere Aufgabe. Maxim überzeugte jedoch mit seiner enormen Willenskraft auf dem Wasser und bereicherte die gesamte Gruppe an Land mit seiner angenehm ruhigen Art.

Starkes Trainerteam und dankbare Elternbasis

Dank dieser geschlossenen Mannschaftsleistung qualifizierte sich ein Großteil des Teams direkt für die nationalen Titelkämpfe. Die Rennsportleitung mit Theresa Ungemach sowie das Trainerteam vor Ort – bestehend aus Marek Diederich, Victoria Ungemach, David Ungemach, Lara Coressel und Anton Ininger – zogen ein durchweg positives Fazit: „Die harte Arbeit hat sich bezahlt gemacht. Unsere Athleten haben über alle Altersklassen hinweg großartige Leistungen gezeigt.“

Die mitgereisten Eltern zeigten sich überglücklich, voller Stolz auf ihre Kinder und richteten ihren großen Dank an das gesamte Trainer- und Betreuerteam für den unermüdlichen, ehrenamtlichen Einsatz. Für die erfolgreichen Kanuten heißt es nach diesem anstrengenden Regatta-Wochenende nun erst einmal tief durchatmen und den wohlverdienten Urlaub genießen, bevor in wenigen Wochen die intensive Vorbereitung auf den absoluten Saisonhöhepunkt beginnt: die Deutschen Meisterschaften auf der Regattastrecke in Brandenburg, an der das Lautrer Team mit 8 Sportlerinnen und Sportlern so groß ist wie schon seit Jahren nicht mehr.

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