Ausbildungsstufen im Kanu-Slalom

Ausbildung

Die Wettkämpfe im Kanuslalom finden auf bewegtem Wasser statt. Die einzelnen Wettkampfstrecken werden den örtlichen Gegebenheiten wie Flusslauf und Wasserstand angepasst. Auch während eines Wettkampflaufes muss der Sportler flexibel auf Änderungen in den Strömungsverhältnissen reagieren können.

Dafür ist auf dem Weg vom Anfänger bis zum Leistungssportler ein breites Spektrum an Fähigkeiten auszubilden. Die Ausbildung im Kanuslalom beginnt am besten im Kindesalter (8-11 Jahre). Aber natürlich können auch „ältere“ Einsteiger mit entsprechender Einstellung noch erfolgreich Wettkämpfe bestreiten.

Neben dem reinen Paddeln werden allerdings noch eine ganze Reihe weiterer Fähigkeiten gefördert, z.B. Einschätzen von Wildwassser und eigenen Fähigkeiten, Antizipation von Befahrungs-Alternativen, Fähigkeit zur Selbstregulation, Kritikfähigkeit und zielorientiertes Denken, Materialpflege, Wettkampftaktik, Umgang mit der eigenen Angst und soziales Gruppenverhalten etc. pp.

Der langfristige Trainingsaufbau orientiert sich an Alter und Trainingsjahren. Der Schwerpunkt des Vereinstrainings liegt im Bereich bis 14 Jahren. Bei entsprechender Leistungsbereitschaft folgt dann darüber hinaus ein Training auf Landesebene, mit Trainingsmaßnahmen zusätzlich zu den Vereinsmaßnahmen. Der in Klammern angegebene Trainingsaufwand ist bemessen am Aufwand für eine auf den Leistungssport ausgerichtete Trainingsweise.

Der Einstieg der „Kleinsten“ (6-12) erfolgt meist über die Anfängertrainings (1x pro Woche).

Wettkämpfe: Beginnercup auf stehendem Wasser.

 

Ausbildungsstufen

In der Grundausbildung (bis 12 Jahre) dient eine altersgemäße, freudbetonte und vielfältige Gestaltung des Trainings dem motorischen Basistraining und dem Erlernen grundlegender Techniken. Von Anfang an erhält der Sportler Kontakt mit Wildwasser in angemessenen Schwierigkeitsstufen. (2-3x pro Woche).

Das Grundlagentraining (bis 14 Jahre) dient dem Erlernen von Bewegungserfahrungen im Wildwasser und der Stabilisierung von spezifischen Wildwasser-Grundtechniken. Ziel ist u.a. das Entwickeln der Grundlagenausdauer, Schnelligkeitsfähigkeiten und die Ausbildung allgemeiner Leistungsvoraussetzungen (3-4x pro Woche).

Im Aufbautraining (bis 16 Jahre) steigt der Trainings- und Wettkampfumfang. Im Training spielen zunehmend spezifische Kraftelemente und die Beherrschung von schwererem Wildwasser eine Rolle. Zunehmend auch eigenständiges Training ohne anwesenden Trainer. Zusätzliche Trainingslager auf Landesebene und Wettkämpfe finden nun auch auf schwerem Wildwasser statt (ab 4x pro Woche).

Das Anschlusstraining (ab 17 Jahren) dient der Verbesserung der Grundlagen- und Wettkampfspezifischen Ausdauer. Die Boots-, Paddel und speziellen Wildwassertechniken werden in hohen Geschwindigkeitsbereichen trainiert (ab 5x pro Woche).

 

Die Entscheidung ob ein Sportler in den Leistungssport einsteigt fällt im allgemeinen während der Pubertät und hängt von vielen individuellen Umständen wie schulische Belastung, Motivation und Leistungsbereitschaft. Viele, die sich gegen den Leistungssport entschieden haben bleiben jedoch als Sportler nach der Devise „dabei sein ist Alles“, als Trainer oder „normale“ Wildwasserfahrer dem Kanusport treu.