Kanu-Slalom

Bei jeder Sportart stellen sich zu Beginn viele Fragen.
Gerade Eltern haben ein großes Informations-bedürfnis, wenn sich „ihre Kleinen“ für diese - in der Öffentlichkeit nicht sehr bekannte - Sportart interessieren.
Um einen ersten Eindruck von unserer Sportart zu bekommen, werfen Sie doch einen Blick auf die Neuigkeiten oder sehen sie sich unsere Bildergalerie und Video-Sammlung an.

Wir haben uns Mühe gegeben, auf dieser Seite die drängendsten Fragen für Neueinsteiger ehrlich zu beantworten. Es sind viele Fragen und Antworten zusammengekommen. Lesen Sie bitte nur, was Sie interessiert.

Wenn Sie weitere Fragen haben, schreiben Sie gerne an uns, oder noch besser:

Schauen Sie am Gelterswoog vorbei und machen Sie sich ihr eigenes Bild beim Training. Alle Übungsleiter freuen sich, ihre Fragen zu beantworten.

Worum geht es?

Beim Kanu-Slalom geht es im Prinzip darum, auf bewegtem Wasser eine vorgegebene Strecke in schnellstmöglicher Zeit fehlerfrei zu befahren. Die Strecke ergibt sich durch eine wechselnde Kombination von etwa 20, an Querseilen aufgehängten Toren, die entweder mit oder gegen die Hauptstromrichtung befahren werden müssen. Torstab-Berührungen oder das verfehlen oder durchfahren von Toren in umgekehrter Richtung ergeben Strafsekunden. In den Mannschafts-Läufen wird die Strecke von 3 Sportlern gleichzeitig befahren. Neben dem Kajak (K1) gibt es als Bootsform noch den Canadier, der einzeln (C1) und als Zweier (C2) gefahren wird.

Die Platzierung wird in je 2 Läufen in einer Disziplin (Kajak, Canadier oder Mannschaft) ermittelt, wobei nur der Bessere der Läufe gewertet wird.

So ein Lauf dauert übrigends in der Regel nur anderthalb bis drei Minuten, bei denen es dann aber ordentlich zur Sache geht!

Warum gerade Kanuslalom?

Kanuslalom ist der einzige olympische Wettkampfsport der im Wildwasser ausgetragen wird. Wer einmal erlebt hat, wie man sein Boot lenken kann indem man sich die Kraft des strömenden Wassers zunutze macht möchte nur noch Wildwasserpaddeln. Kanuslalom ist die Kunst, sich diese Strömungen zunutze zu machen um spielerisch schnellstmöglich eine vorgegebene Strecke zu bewältigen.

Der Reiz dieser Sportart liegt u.a. darin, dass jede Wettkampfstrecke einen eigenen Charakter besitzt und ihre spezifischen Schwierigkeiten und Herausforderungen bietet und dass sich bewegtes Wasser in jeder Sekunde ändert. Neben Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer sind vor allem eine gute Technik und Wassergefühl wichtig. (Es ist nicht ungewöhnlich, dass „zierliche“ Mädchen mit sehr guter Technik deutlich schneller als größere und kräftige Jungs fahren). Im Wettkampf ist dann noch die psychische Komponente von nicht zu unterschätzender Bedeutung für einen guten Lauf.

Gerade das Erleben des Wechsels von intensiven Glücksgefühlen und großen Frustrationen (z.B. beim Wettkampf als auch beim Training bestimmter Techniken und Fahrweisen) bilden auch für den Alltag wichtige Erfahrungen. Gerade weil die Einzelleistung zählt und sich die Sportlerin oder der Sportler nicht „hinter einer Mannschaft verstecken kann“ haben diese Erlebnisse einen prägenden und aus unserer Sicht positiven Einfluss auf die charakterliche Entwicklung der Kinder und Jugendlichen.

Dazu gehört insbesondere auch der Umgang und das Meistern der eigenen Ängste im bewegten Wasser: das beginnt schon bei den ersten Erfahrungen im leicht fließenden Wasser als auch bei den ersten Befahrungen einer Wettkampfstrecke der Weltmeisterschaften, wie z.B. im Eiskanal in Augsburg, im Kanu-Park in Markkleeberg oder in Cunovo bei Bratislava.